BMW R 1150 RT

Meine BMW R1150RT – eine alte Dame auf großer Reise

Baujahr 2003, inzwischen mehr als zwei Jahrzehnte alt und noch lange nicht am Ende. Meine BMW R1150RT ist für mich mehr als nur ein Motorrad. Sie ist ein zuverlässiger Reisebegleiter, der mich mit seiner Gelassenheit und seinem unverwechselbaren Boxermotor immer wieder begeistert.

Mit ihr möchte ich 2027 ein besonderes Abenteuer erleben: die Fahrt von Mühldorf am Inn bis zum Nordkap.

Auf dieser Seite zeige ich, was die R1150RT auszeichnet, welche Erfahrungen ich mit ihr gemacht habe und wie ich sie auf lange Reisen vorbereite.

Warum gerade die R1150RT?

Die BMW R1150RT ist kein modernes Hightech-Motorrad. Sie hat keinen Tempomaten, keine verschiedenen Fahrmodi und kein großes digitales Display. Dafür bietet sie etwas, das ich besonders schätze: einen charakterstarken Boxermotor, hohen Reisekomfort und ein erstaunlich gelassenes Fahrverhalten.

Trotz ihres Gewichts lässt sie sich überraschend leicht durch Kurven bewegen. Auf langen Strecken überzeugt sie mich mit gutem Wind- und Wetterschutz und einer entspannten Sitzposition.

Mit ihrem 1.130 cm³ großen Zweizylinder-Boxermotor und 95 PS hat sie für meine Art zu reisen ausreichend Leistung.

Was mir besonders gefällt, ist ihre Beständigkeit. Auch nach mehr als zwei Jahrzehnten ist die R1150RT für mich ein Motorrad, mit dem ich große Reisen unternehmen möchte.

Natürlich verlangt eine ältere Maschine Aufmerksamkeit. Wartung, Verschleißteile und die Zuverlässigkeit der Technik spielen eine wichtige Rolle – besonders bei meiner geplanten Nordkap-Reise 2027.

Aber gerade das gehört für mich dazu: mein Motorrad kennen, seine Eigenheiten verstehen und mich unterwegs auf die Technik verlassen können.

Technische Daten

MerkmalTechnische Daten
ModellBMW R1150RT
Baujahr2003
MotorLuft-/ölgekühlter Zweizylinder-Boxer
Hubraum1.130 cm³
Leistung95 PS (70 kW)
Getriebe6-Gang-Schaltgetriebe
Tankinhalt25 Liter
AntriebKardanantrieb
BremssystemBMW Integral-ABS mit Bremskraftverstärker
Kilometerstandca. 48.000 km (zuletzt bekannt)

Meine Erfahrungen aus der Praxis

Fahrverhalten und Komfort

Die BMW R1150RT ist ein ausgewachsenes Reisemotorrad. Auf den ersten Blick wirkt sie groß und schwer. Sobald sie rollt, überrascht sie jedoch mit ihrer guten Balance und einem erstaunlich handlichen Fahrverhalten.

Besonders auf kurvenreichen Landstraßen schätze ich ihre ruhige und berechenbare Art. Sie vermittelt mir das Gefühl, auch längere Strecken entspannt bewältigen zu können.

Der große Windschild, die Verkleidung und die angenehme Sitzposition machen sie zu einem komfortablen Reisebegleiter.

Verbrauch und Reichweite

Bei einer längeren Testfahrt von Mühldorf in Richtung Rostock habe ich einen durchschnittlichen Verbrauch von etwa 4,6 Litern auf 100 Kilometer ermittelt. Dabei lag meine Höchstgeschwindigkeit bei ungefähr 130 km/h.

Für einen großen Boxer-Tourer dieses Alters finde ich diesen Verbrauch bemerkenswert.

Mit dem rund 25 Liter fassenden Tank sind theoretisch mehr als 500 Kilometer Reichweite möglich. In der Praxis plane ich selbstverständlich mit einer ausreichenden Kraftstoffreserve.

Reisen statt Rasen

Ich muss mit meiner BMW keine Geschwindigkeitsrekorde aufstellen. Viel wichtiger sind mir schöne Strecken, interessante Landschaften und das Erlebnis unterwegs.

Die R1150RT passt zu dieser Art des Motorradfahrens. Sie ist für mich kein Sportgerät, sondern eine Reisemaschine, mit der ich Europa entdecken möchte.

Was eine ältere BMW braucht

Ein Motorrad aus dem Jahr 2003 verlangt regelmäßige Pflege und sorgfältige Wartung.

Gerade vor längeren Reisen sind für mich Bremsanlage, Reifen, Kupplung, Flüssigkeiten und der allgemeine technische Zustand besonders wichtig.

Deshalb dokumentiere ich auf der Fliegenden Kuh nicht nur schöne Touren, sondern auch Wartungsarbeiten, Reparaturen und technische Verbesserungen – einschließlich der Dinge, die nicht auf Anhieb funktionieren.

Wartung und Technik – meine BMW fit halten

Eine BMW R1150RT aus dem Jahr 2003 verlangt Aufmerksamkeit. Auch wenn der Boxermotor als langlebig gilt, sind nach mehr als zwei Jahrzehnten nicht nur die gefahrenen Kilometer entscheidend. Gummiteile, Bremsleitungen, Dichtungen und andere Bauteile altern auch dann, wenn das Motorrad wenig bewegt wird.

Meine Maschine hat rund 48.000 Kilometer zurückgelegt. Deshalb beschäftige ich mich zunehmend mit der Frage, welche Wartungsarbeiten notwendig sind, um sie zuverlässig auf große Reisen vorzubereiten.

Bremsanlage – Sicherheit geht vor

Meine BMW R1150RT aus dem Jahr 2003 besitzt das Integral-ABS mit elektrischem Bremskraftverstärker.

Da ich die Maschine gebraucht und ohne Wartungsheft gekauft habe, lässt sich nicht mehr nachvollziehen, wann die Bremsflüssigkeit zuletzt gewechselt wurde.

Mein BMW-Händler hat mich darauf hingewiesen, dass bei einem älteren Druckmodulator durch Ablagerungen möglicherweise Probleme entstehen können. Eine solche Erfahrung habe ich bereits bei meiner früheren BMW K1200GT gemacht.

Nach Abwägung der Risiken habe ich mit meiner Werkstatt vereinbart, die Bremsflüssigkeit dennoch fachgerecht wechseln zu lassen.

Dabei sollen sowohl der Zustand der vorhandenen Bremsleitungen als auch die Funktion des Integral-ABS sorgfältig überprüft werden.

Auf einen Umbau auf Stahlflexleitungen möchte ich derzeit verzichten.

Für meine Nordkap-Reise 2027 hat die Zuverlässigkeit der Bremsanlage höchste Priorität. Über das Ergebnis der Wartung werde ich hier berichten.

Kupplungshydraulik – eine ungeplante Reparatur

Beim Ausbau des ursprünglich eingebauten Radios meiner BMW R1150RT habe ich versehentlich die hydraulische Kupplungsleitung beschädigt.

Zunächst hatte ich überlegt, die Leitung durch eine Stahlflexleitung zu ersetzen. Nach Rücksprache mit meinem BMW-Händler habe ich mich jedoch entschieden, eine geeignete Gummihydraulikleitung in Originalausführung einbauen zu lassen.

Der Werkstatttermin ist für den 3. November 2026 vereinbart.

Bei dieser Gelegenheit soll die Kupplungshydraulik fachgerecht instand gesetzt und anschließend auf Dichtheit und Funktion geprüft werden.

Gleichzeitig ist ein Bremsflüssigkeitswechsel am Integral-ABS-System vorgesehen. Aufgrund meiner Erfahrungen mit dem Druckmodulator einer früheren BMW K1200GT werde ich diese Arbeiten mit besonderem Interesse verfolgen.

Nach dem Werkstatttermin werde ich berichten, welche Arbeiten tatsächlich durchgeführt wurden, ob alles problemlos funktioniert hat und welche Kosten entstanden sind.

Reifen und Fahrwerk – Vorbereitung auf das Nordkap 2027

Bei meiner BMW R1150RT spielen Reifen und Fahrwerk eine wichtige Rolle. Schließlich möchte ich mit der inzwischen über 20 Jahre alten Maschine im Mai 2027 zu meiner großen Nordkap-Reise starten.

Reifenwechsel im März 2027

Den nächsten Reifenwechsel habe ich für März 2027 vorgesehen. Bei der Auswahl stehen für mich guter Nassgrip, zuverlässiges Fahrverhalten und eine ausreichende Laufleistung im Vordergrund.

Als mögliche Kandidaten kommen der Metzeler Roadtec Z8 Interact und der Pirelli Angel GT infrage. Welche Reifen tatsächlich montiert werden, entscheide ich anhand der passenden Ausführung und Zulässigkeit und natürlich dem Preis für meine BMW.

Fahrwerksprüfung im März 2027

Zusammen mit dem Reifenwechsel möchte ich das Fahrwerk gründlich überprüfen lassen.

Dabei sollen insbesondere die Federbeine, die Telelever-Vorderradführung, die Paralever-Hinterradführung sowie Lager, Gelenke und Dichtungen kontrolliert werden.

Da ich die Maschine gebraucht und ohne vollständige Wartungshistorie gekauft habe, ist mir eine sorgfältige Zustandsprüfung wichtig.

Mein Ziel: zuverlässig zum Nordkap

Bis zur geplanten Abfahrt am 29. Mai 2027 sollen alle erforderlichen Arbeiten abgeschlossen sein.

Ich möchte die Reise mit einer technisch gut vorbereiteten BMW antreten, damit ich mich unterwegs auf das konzentrieren kann, worauf ich mich am meisten freue: das Motorradfahren und die beeindruckenden Landschaften Skandinaviens.

Über die Reifenwahl, das Ergebnis der Fahrwerksprüfung und die entstandenen Kosten werde ich auf der Fliegenden Kuh berichten.

Moderne Technik auf meiner BMW – AO​OCCI C6 Pro

Meine BMW R1150RT stammt aus dem Jahr 2003. Ihr klassischer Boxermotor und die bewährte Technik begeistern mich nach wie vor. Auf moderne Navigation und zusätzliche Sicherheitsfunktionen möchte ich trotzdem nicht verzichten.

Deshalb habe ich das AO​OCCI C6 Pro nachgerüstet.

Das System erweitert meine BMW um folgende Funktionen:

  • Apple CarPlay: Verbindung zu meinem iPhone 16 Pro, insbesondere für die Navigation.
  • Front-Dashcam: Aufzeichnung der Fahrt nach vorne.
  • Heck-Dashcam: Zusätzliche Aufzeichnung des Geschehens hinter dem Motorrad.
  • Reifendrucküberwachung (TPMS): Kontrolle des Reifendrucks während der Fahrt.

Meine bisherigen Erfahrungen

Besonders zufrieden bin ich mit Apple CarPlay. Die Verbindung zu meinem iPhone funktioniert hervorragend und macht die Navigation auf dem Motorrad deutlich komfortabler.

Für meine geplante Nordkap-Reise 2027 ist das eine willkommene Ergänzung. Schließlich möchte ich mich möglichst auf die Strecke und die Landschaft konzentrieren können.

Das AO​OCCI C6 Pro zeigt, dass sich auch eine über 20 Jahre alte BMW mit moderner Technik ausstatten lässt, ohne ihren klassischen Charakter aufzugeben.

Über meine weiteren Erfahrungen mit den Kameras, der Reifendrucküberwachung und dem System auf längeren Reisen werde ich auf der Fliegenden Kuh berichten.

Navigation mit Apple CarPlay – Calimoto, Kurviger und Motobit

Auf meiner BMW R1150RT nutze ich das AOOC​CI C6 Pro in Verbindung mit meinem iPhone 16 Pro und Apple CarPlay.

Für die Navigation habe ich bisher drei Motorrad-Apps ausprobiert: Calimoto, Kurviger und Motobit. Alle drei bieten interessante Möglichkeiten, kurvenreiche und landschaftlich schöne Motorradtouren zu planen.

Mein bisheriger Favorit ist Calimoto.

Die App funktioniert auf meinem AOOC​CI C6 Pro hervorragend. Besonders praktisch finde ich, dass auf dem Display gleichzeitig zwei wichtige Informationen erscheinen:

  • Aktuelle Geschwindigkeit: Wie schnell ich tatsächlich fahre.
  • Geltendes Tempolimit: Welche Höchstgeschwindigkeit auf der Strecke vorgesehen ist.

Gerade auf längeren Touren und auf unbekannten Straßen finde ich diese Informationen ausgesprochen hilfreich. Die angezeigten Tempolimits können allerdings fehlerhaft oder veraltet sein; maßgeblich bleibt die tatsächliche Beschilderung.

Kurviger und Motobit gefallen mir ebenfalls sehr gut. Ob sich bei diesen Apps die gefahrene Geschwindigkeit ebenfalls direkt auf dem CarPlay-Display darstellen lässt, muss ich noch genauer ausprobieren.

Bis zur Nordkap-Reise 2027 werde ich alle drei Anwendungen weiter testen und meine Erfahrungen auf der Fliegenden Kuh dokumentieren.